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Pimp up your Audio – Audioeinspielungen mit dem Mac

Pimp up your Audio – Audioeinspielungen mit dem Mac

1. Wenn du mit dem Computer deinen Tonausgang aufnehmen willst, brauchst du keinen Mischpult. Du kannst das auf dem Mac auch mit einem kostenfreien Programm machen:
Hierzu gibt es soundflower/soundflowerbed: http://code.google.com/p/soundflower/downloads/list
-> laden, installieren und starten.
Getestet habe ich auf MacBook Pro mit Mac OSX 10.7.5 und soundflower/soundflowerbed v 1.5.2

2. Bei der Toneingabe Soundflower 2ch auswählen:

Jetzt hast du die Möglichkeit von 2 Kanälen aufzunehmen statt nur von einem.
Bei der Tonausgabe wählst du Soundflower 16:
Damit erhältst du gleich die Möglichkeit, das was du normalerweise hörst wieder aufzunehmen.

3. Jetzt musst du auswählen, welche Audiosignale in die Soundflower (und somit in deinen Eingang) geschickt werden. Dazu gibt es das kostenfreie Programm AudioMonitor http://mac.softpedia.com/get/Developer-Tools/MTCoreAudio.shtml
-> laden, installieren und starten.

4. Um dein Mikrofon in den Soundflower-Mischpult zu schicken wählst du im Audiomonitor als Input: Microphone und als Output: Soundflower 2ch. Dann klickst du auf den “Play Through” Button um die Verbindung dieser beiden Kanäle herzustellen:
5. Um deinen bisherigen Audioausgang (und somit alles, was du auf deinem Computer abspielst) direkt aufnehmen zu können, leitest du deinen Ausgang in den Eingang um.
Dazu öffnest du ein weiteres AudioMonitor-Fenster (cmd+n) und
wählst als Input: Soundflower (16ch) und als Output: Soundflower (2ch). Dann klickst du wieder auf den “Play Through” Button um die Verbindung dieser beiden Kanäle herzustellen:
6. Das war’s eigentlich schon. Nur hast du jetzt das Problem, dass du selbst nichts hörst :-( ACHTUNG jetzt wird’s gefährlich, denn wenn du jetzt wieder irgendein Audiosignal auf deine Lautsprecher leitest, bekommst du eine furchtbar pfeifende Rückkoppelung. Die entsteht deshalb, weil ab dem nächsten Schritt passieren kann, dass das, was du abspielst ja sofort wieder aufgenommen wird und das Aufgenommene wieder abgespielt wird. Damit das nicht passiert, ziehst du dir besser Kopfhörer auf. Entweder USB-Kopfhörer verwenden oder herkömmliche Stereokopfhörer in den Audioausgang (Built-in Output) stecken.

7. TEST: Jetzt kannst du deine Soundflower (2ch) abhören indem du sie in der Top-Leiste öffnest und Built-in Output (bzw. dein Headset) auswählst. Du kannst dich jetzt selbst sprechen hören
Das war nur der Test ob alles funktioniert, denn schließlich willst du dich später nicht selbst sprechen hören sondern nur die anderen (zumal das Signal leicht verzögert wird, was dich selbst total irritieren und stottern lassen wird) . Wähle also wieder “None (OFF)” bei Soundflower (2ch).

8. Weil du selbst nicht deine zusammengemischte Soundflower (Mikro+Audio) hören willst, machst du mit dem Audiomonitor noch eine dritte Weiterleitung. Dazu öffnest du ein weiteres AudioMonitor-Fenster (cmd+n) und wählst als Input: Soundflower (16ch) und als Output: Built-in Output (bzw. deine Kopfhörer). Dann klickst du wieder auf den “Play Through” Button um die Verbindung dieser beiden Kanäle herzustellen:

PRIMA, jetzt kann’s losgehen!

 

Anwendungsbeispiele:

Google+-Hangout

Im google+Hangout wählst du als Eingang: Soundflower (2ch) und als Ausgang: Ausgang (integriert) – bzw. deine Kopfhörer aus:

Du kannst bevor du den Hangout betrittst überprüfen, ob alles funktioniert:

  • Gibt es einen Pegelausschlag (grün) bei Soundflower (2ch) wenn du etwas sagst?
  • Gibt es einen Pegelausschlag (grün) bei Soundflower (2ch) wenn du ein Audiosignal auf deinem Computer abspielst?
  • Hörst du den Testton, wenn du ihn abspielst?

Super! Los geht’s!

Externes Gerät: Tablet oder Smartphone anschließen

Mit einem Stereokabel, kannst du dein Tablet/Smartphone an den Line-In-Eingang anschließen und damit beliebige Audioeinspielungen machen. Dazu öffnest du ein weiteres AudioMonitor-Fenster (cmd+n) und wählst als Input: Built-In Input und als Output: Soundflower (2 ch). Dann klickst du wieder auf den “Play Through” Button um die Verbindung dieser beiden Kanäle herzustellen:

Jetzt kannst du alles abspielen, was dein Gerät hergibt. Zum Beispiel lässt sich mit dem iPad und der kostenlosen App i-jingle ein Soundboard basteln:

 

Quellen zum Nachlesen:

CC-BY @empeiria Der Inhalt des Artikels darf vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zugänglich gemacht werden. Abwandlungen, Bearbeitungen und kommerzielle Nutzung sind erlaubt.

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